In seiner Darbietung setzt sich Harry Triend von herkömmlichen Grundformen der Musik, wie auch der Visualisierung entschieden ab. In seiner Live Performance setzt er durch weiche, fast schwimmende Übergänge in Bild und Ton Akzente die scheinbar im Surrealen, also im Unwirklichen und Traumhaften münden.
Triendl´s audiovisuelles Erleben ermöglicht die Illustration der Grundkomponenten von Verbinden, Vermischen oder Auflösung natürlicher und künstlicher Interfaces. Die Diktionen und Vorgangsweisen beschäftigen sich vorzugsweise mit dem Bereich des Entkörperlichten oder Entmaterialisierten und nicht zuletzt mit dem vernetzten Erfassen, wie mit dem Begriff des “Verbunddenkens” (compound mind) mittels moderner Technologien. In den Darbietungen der Fünf Elemente gelingt es durch ihre privilegierte Position, die eine Neuzuordnung von Empfindungen und Betrachtungen, in verdoppelter – analoger und/oder digitaler – Perspektive erlaubt, neue künstlerische Dispositive zu kreieren.
Die doppelte Herangehensweise an die Thematik – einerseits von der inhaltlichen Komponente und anderseits vom Einsatz digitaler Werkzeuge her – verweist auf die sämtliche Einflussgebiete durchdringende Vielschichtigkeit der Digitalität innerhalb unserer Gesellschaft.
Zu seinen Zyklen „Die fünf Elemente“, meint Triendl:
„Zyklus I versteht sich als eine sich selbst tragende Schwingung, die in letzter Konsequenz eine Resonanz auf die Verbundenheit der Nichtlokalität von Materie und Geist verweist.
Aus der Erfahrung von Zyklus I resultierte Zyklus II. Ich wollte eben das sehr gute Videomaterial nicht nur für ein Thema verwenden und somit war - Zyklus II "Abstracted Elements" geboren.
Er ist musikalisch und bildtechnisch etwas aufwühlender und aufwendiger, experimenteller sowie klang- und bildforscherisch. Auch sollten die Musiker nicht nur aus einer Perspektive sichtbar sein sondern aus mehreren. Gleichzeitig wurde das musikalische Zusammenspiel über eine längere Dauer umgesetzt und somit in einem sich selbst tragenden Konzept verwirklicht.“
mo
Videoausschnitt der Liveperformance
Magische Klänge ziehen ein in die gotischen Gemäuer – von besonderer
Stimmung gezeichnet.
Am 2. Juli ab 20 Uhr wird im Keller des Mugelerhauses eine einzigartige
Performance mitzuerleben sein. Der Telfer Multimedia Künstler Harry Triendl gibt
für uns in Flaurling eines seiner seltenen quadrophonischen Konzerte.
Jedoch quadrophonisch (4 Punkt Beschallung) könnte nur einen Raum in
den geschichtsträchtigenden Gewölben bedienen– daher werden beide Räume beschallt und
somit entsteht eine Oktophonie!
Für seine extravaganten Performances ist er ja bekannt, der ursprüngliche
Oberperfer der mit seiner kunst4life Art nicht nur in Tirol sein Unwesen treibt.
Bestückt mit modernstem Equipment und musikalischem Feingefühl erwarten wir
gespannt dieses Ereignis.
Weitere Infos über Harry und seine Kunst4life Projekte
unter
www.kunst4life.net